Freestylefliegen ist eine spezielle Art des Gleitschirmsports. Kaum ein anderer Bereich der Gleitschirmszene fasziniert die Zuschauer so, wie das Akro- und Freestylefliegen. In den Anfängen eher als die "jungen Wilden" abgetan, fanden in den letzten Jahren immer mehr Wettkämpfe im Akrofliegen statt. Sogar vom FAI anerkannte Worldcups und Weltmeisterschaften werden mittlerweile ausgetragen.
Das Schlimmste am Akro und Freestylefliegen ist: Es macht süchtig! Einmal in die Freestylewelt hineingeschnuppert, ist es schwierig danach ruhig geradeaus zu fliegen.
Unter fachkundiger Anleitung lernst Du bei unserem Freestyletraining Dein Können immer weiter Auszubauen. Freestylefliegen bedeutet Trainieren, Trainieren, Trainieren... um die Manöver auch wirklich SICHER zu fliegen. Selbst die Acrocracks müssen täglich trainieren um nicht die Routine zu verlieren und auch dann klappen nicht immer alle Manöver jeden Tag gleich gut. Beim Freestylefliegen ist ein stufenweise aufgebautes System lebenswichtig. Kleine Fehler können hier fatale Folgen haben. Deswegen wird das Training natürlich über Wasser (Gardasee) stattfinden um hier maximale Sicherheit zu haben.
Freestyle Trainings 2010
Freestyle Camp F1
16.06.10 - 20.06.10
Freestyle Camp F2
10.10.10 - 14.10.10
Voraussetzungen
A-Lizenz/SoPi
absolviertes Sicherheitstraining (max. 1 Jahr her)
Vielflieger
sicheres Beherschen der Sicherheitstrainings Manöver
Bei uns steht Sicherheit an oberster Stelle. Für wilde Draufgänger haben wir kein Verständnis. Wer aber sicher Freestylefliegen lernen, oder sein Können weiter ausbauen will, ist bei uns an der richtigen Adresse.
Chris ist früher selbst aktiv Akro Wettkämpfe mitgeflogen. In den letzten Jahren ist der als internationaler FAI Judge bei allen Akrowettbewerben vertreten und bewertet die Flugmanöver der Piloten. Durch seine Arbeit als Testpilot weiß er auch, welche aktuellen Geräte zum Akrofliegen geeignet sind. Chris kennt alle Flugfiguren, ihre Schwierigkeiten und Gefahren und weiß, worauf es bei der Ausführung ankommt.
Copyright RedBull
Pilots: Chris Geist, Dave Watson
Übrigens: Freestylefliegen bringt jedem etwas. Wer z.B. sicher und kontrolliert hohe WingOver fliegt oder einen SAT beherrscht, zeigt enormes Schirmgefühl. Ihn wird beim Thermikfliegen so leicht nichts aus der Ruhe bringen...
Freestylefliegen bedeutet Sicherheit!
Vorteile beim Freestyletraining
schnellere Durchgänge durch fortgeschrittenes Pilotenniveau
Theorie vollständig auf Acro- und Freestylefliegen ausgelegt
gleichgesinnte Piloten in einem Kurs
Lernen von Freestyle- und Acroprofis unter professioneller Anweisung
Preise
5 Tages Freestyle Training (4 Tage Fliegen):490 Euro inkl. Shuttle Service zur Bahn, max. 14 Teilnehmer 5 Tages Freestyle Training mit "Sorglos Package":560 Euro inkl. 4er Karte Monte Baldo, Shuttle Service, DVD vom Training, Paragliding Academy T-Shirt
Für garantierte Flüge usw. gelten die gleichen Bedingungen wie beim Safety Camp
Prinzipiell ist es so, daß auch Einsteigergeräte für die einfachen Acrofiguren geeignet sind. Aufgrund der kompakten Flächen sind sie z.T. sogar einfacher bei manchen Manövern. Empfehlenswert ist jedoch immer, an der oberen Gewichtsgrenze zu fliegen. Erst da entwickeln die Schirme die nötige Dynamik für die Manöver. Natürlich haben diese Geräte keine speziellen Verstärkungen. Es kam jedoch bislang kaum zu nennenswerten Problemen hinsichtlich der Festigkeit, wenn die Schirme nicht extrem alt oder extrem viel geflogen wurden und kein "Hardcore Acro" damit gemacht wurde. Du willst wissen ob Dein Gerät für einfache Acrofiguren geeignet ist? Dann frag uns einfach. Wir beraten Dich gerne... [Mehr]
Nein. Die Kurse finden alle in Italien statt. Es gelten die italienischen Verordnungen. Zumal sind Manöver wie SAT oder Heli selbst in Deutschland nicht mehr illegal, wenn eine Neigung von 135 Grad um Längs- oder Querachse nicht überschritten wird. Auch der DHV erkennt den Nutzwert eines solchen Trainings und die "positiven Begleiterscheinungen".
Wir empfehlen sogar, bei ambitionierten Freestyle Piloten den Kauf eines Acrogurtzeuges. Die Protektoren sind zwar häufig etwas dünner, dafür besitzen diese Gurtzeuge Container für zwei Rettungsgeräte, was beim Acrofliegen sehr nützlich sein kann. Leider haben diese Gurtzeuge oft keine deutsche Zulassung, weshalb man sie offiziell in Deutschland nicht fliegen darf. Es gibt jedoch ein paar Acrogurtzeuge mit Zulassung. Wir beraten Dich gerne! [Mehr]
Ja. Eine zweite Rettung kann unter Umständen sehr wichtig sein. Z.b. wenn nach einem Verhänger mit anschließendem "Absaten" der erste Retter in die Kappe geworfen wird. An normale Gurtzeuge kann man einen zweiten Retter ohne Probleme, mittels Frontcontainer nachrüsten.
Für Acroeinsteiger sind solche Rettungsgeräte nicht zwingend notwendig. Hier reichen meißt die normalen Rundkappenschirme oder z.B. die "SevenUp" aus. Eine steuerbare Rettung entfaltet ihr Potential erst, wenn der Pilot den Hauptschirm voll eingeholt hat, oder sich per Schnelltrennkarabiner vom Hauptschirm getrennt hat. Ansonsten können sich auch z.T. gravierende Nachteile durch steuerbare Rettungen v.a. bei weniger routinierten Piloten ergeben (z.B. "Downplane" oder Eintwisten des Piloten). Acroprofis haben meißt eine steuerbare Rettung und eine normale Rundkappe als Zweitretter dabei. Durch die Packtechnik der steuerbaren Rettungsgeräte öffnen diese meist sehr zuverlässig. Die Pros und Contras der jeweiligen Rettungen werden beim Freestyletraining genau besprochen.
Abschnitt 1, Allgemeine Regeln, Punkt 6, Kunstflug. Die bisherige Formulierung lautet: „Flugzustände mit einer Neigung von mehr als 90 Grad um die Quer- oder Längsachse sind Kunstflug.“ Sie wird ersetzt durch: „Flugzustände mit einer Neigung von mehr als 135 Grad um die Quer- oder Längsachse sind Kunstflug.“ Mit der Änderung der FBO können zukünftig mehr als 90% aller Acro-Figuren bis zu einer Neigung von 135 Grad legal geflogen werden (Acrofliegen). Die Änderung der FBO erlaubt damit eine zeitnahe und praktikable Lösung des Wunsches nach legalem Acrofliegen im Sinne der Piloten. Das LBA hat gegen diese Änderung keinen Einwand erhoben. Das BMV hat bekräftigt, dass Kunstflug mit Luftsportgeräten ist in Deutschland weiterhin nicht erlaubt ist. Flugfiguren mit mehr als 135 Grad Neigung sind Kunstflug und damit nicht zulässig.
Das kommt ganz darauf an, was Du Dir zum Ziel gesetzt hast. Viele Piloten wollen nur einmal in die Acrowelt hineinschnuppern. Sie nehmen sich Manöver wie "hohe Wingover", "SAT" oder "Asymmetrische Spirale" zum Ziel. Solche Manöver sind oft auch schon mit Einsteigergeräten oder 1-2er Geräten gut erfliegbar. Um weiter zu kommen, ist ein regelmäßiges Training unerlässlich, sonst wird Acrofliegen schnell gefährlich. Disziplin und Willensstärke, mentale Vorbereitung, Risikobereitschaft, körperliche Fitness, schnelles Reaktionsvermögen, in Streßsituationen einen kühlen Kopf bewahren können (psychische Belastbarkeit), Lockerheit und Spaß an der Sache. Das sind nur ein paar der wichtigsten Voraussetzungen um Acrofliegen sicher zu beherschen.
Prinzipiell sind Leichtgurtzeuge nicht zum Acrofliegen geeignet. Zum "Schnuppern" sind sie bedingt geeignet. Wir beraten Dich gerne bei der richtigen Gurtzeugwahl [Mehr]
Prinzipiell unterscheiden wir in "positive" und "negative" (Strömungsabriß-) Manöver. Sinnvolle "positive" Einsteigermanöver sind: SAT, WingOver, Asymmetrische Spirale, dynamischer SAT. Sinnvolle "negative" Einsteigermanöver sind: Fullstall mit langsamer Ausleitung zum Sackflug, Fullstall aus Nickbewegung, längeres Trudeln, Heli aus Trudeln, Sackflug (langwierig), ggf. 180° Backflash oder McTwist.
HAHAA, der war gut ;-) Nein, das wird ziemlich sicher nicht passieren. Der Heli schaut bei den Profis zwar sehr einfach aus, bedarf aber enorm viel Feingefühl und Übung. Gelegentliche Erfolgstreffer kann man auf jeden Fall beim ersten Training erzielen. Den Heli aber sicher zu beherschen, dafür muss man sehr sehr viel üben. Natürlich ist dieses Manöver, wie viele andere Manöver auch, stark vom Schirm abhängig.
Ja. Chris ist FAI Senior Judge und bei fast allen offiziellen FAI Acrowettbewerben als Juror tätig. Wir können Dich auf die Eingangsvoraussetzungen vorbereiten und Dir nützliche Tipps und Tricks zur Qualifikation geben.
Klar. Syncrofliegen ist die Königsdisziplin beim Acrofliegen. Man muß nicht nur die Manöver sicher beherschen, sondern auch ständig nach seinem Flügelmann schauen. Bei uns haben schon mehrere Piloten Syncromanöver erflogen und trainiert. Einfache Syncronprogramme sind sehr schnell erlernbar, wenn sie vorher mit dem Partner und dem Trainingsleiter genau abgesprochen wurden.
Beim Acrofliegen geht es um die optimale Schirmbeherschung und die sollte Ziel eines jeden Piloten sein. Bei allen Acrofiguren lernst Du enorm viel über Dich und Deinen Schirm. Hast Du schon mal einen guten Acropiloten gesehen, der Probleme beim Start/ Landung oder beim Thermikfliegen hat? (von ein paar Ausrutschern mal abgesehen ;-) ). Das kommt einfach daher, daß Acropiloten nicht nur zum Fliegen gehen, wenn sie 100km Strecke fliegen können, sondern sie sind dankbar für jeden Flug, in dem sie ihre Flugtechnik weiter ausbauen können. Somit haben sie auch bei reinen Abgleitern jede Menge Spaß.
Hier gibt es keine einheitliche Abgrenzung. Intern sagt man zu Piloten die eher gelegentlich ein paar Figuren machen "Freestylepiloten" und bei Piloten die regelmäßig trainieren und z.T. auch Wettkämpfe fliegen, eher "Acropiloten".
Nein. Die reinen Acro- oder Wettkampfschirme sind z.T. extrem schwierig zu fliegen und verlangen einen routinierten Piloten, der die Figuren bereits mit anderen Schirmen geübt hat. Logisch ist, die ersten Manöver mit dem 1er oder 1-2er zu erlernen, danach auf einen Freestyleschirm und dann erst auf einen Acroschirm umzusteigen. Viele Piloten überspringen diese Stufen, was z.T. fatale Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Tendenziell ist es so, daß hohe Flächenbelastungen in Kombination mit kurzen Leinenlängen und einem gutmütigen Schirmprofil sehr einfach für die meißten positiven Manöver sind (Wingover, Looping, Asymmetrische Spirale, Gegendreher, Tumbling usw.). Eine hohe Flächenbelastung macht viele negative (Strömungsabriß-) Manöver schwieriger, weil sich der Schirm einfach schneller dreht (Eintwistgefahr des Piloten) und so der Pilot schneller reagieren muß. Bei niedrigen Flächenbelastungen hat man häufig nicht den nötigen Schwung für dynamische Manöver, tut sich aber häufig leichter bei den negativen Manövern, da die Schirme langsamer drehen und sich tendenziell gutmütiger verhalten. Natürlich sind das aber nur grobe Richtlinien . Es hängt enorm viel vom jeweiligen Schirm und v.a. vom Piloten ab. Wir beraten Dich gerne bei der richtigen Schirmwahl [Mehr]
Die Akzeptanz von "NoName" Acropiloten steigt nur sehr langsam. Wichtig ist, wie in jeder Sportart, daß Du Dich nicht als Rowdie aufführst. Solche Piloten schaden dem Acrofliegen und führen häufig zu Flugverboten oder gefährden das ganze Fluggebiet. Leiste Aufklärungsarbeit in Deinem Fluggebiet. Kommuniziere mit Bergwacht, Polizei und Zuschauern, daß da niemand abstürzt, sondern das da jemand trainiert und Spaß hat. Behindere keine anderen Piloten beim Start oder während dem Fliegen. Trainiere Deine Manöver immer in einer vorgeschriebenen "Flying Box" über freiem Gelände und kalkuliere die Windabdrift bei eventuellem Retterabgang mit ein. Schaue, bevor Du loslegst, ob keine anderen Piloten unter und hinter Dir herumfliegen. Bedenke auch immer den Windversatz. Trainiere über Land nur Manöver die Du zuerst sicher über Wasser erlernt hast. Alles andere ist grob fahrlässig. Kalkuliere immer die doppelte und dreifache Sicherheitshöhe mit ein. Fliege mit genügend Höhe die Manöver die Du noch nicht so gut beherscht und weiter unten die Manöver, die Du sehr gut kannst. Alle Wissen: "Du bist ne coole Sau" ;-) aber sei Bescheiden, nimm auch von Vereinsmitgliedern und "alten Hasen" Tipps an, auch von Piloten wo Du meinst, daß sie schlechter Fliegen als Du. Man kann von jedem Piloten noch etwas dazulernen. Häufig entstehen Mißverständnise nur durch Neid und mangelnde oder fehlerhafte Kommunikation. Sei aufgeschlossen für neues!
Auf jeden Fall. Je nachdem wieviel Du fliegst und welche Figuren du trainierst, empfehlen wir mind. eine jährliche Nachprüfung bei einem Checkcenter. Viele Schirme haben mittlerweile stärker dimensionierte Leinen an den stark beanspruchten Stellen (Mitte A/B). Acroprofis wechseln häufig ihre Leinensätze alle 3-6 Monate und jährlich den Schirm.
Voraussetzungen
Keine Angst, Du musst kein Überflieger sein um an einem unserer Acrotrainings teilnehmen zu können. Wir setzen lediglich die Teilnahme an einem unserer Sicherheitstrainings voraus. Das reicht schon um in die Freestylewelt hinein zu schnuppern. Probier es aus!